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Demente Damen dürfen das

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Frau Z. ist eine humorvolle Heimbewohnerin, der, trotz demenzieller Entwicklung, der Schalk ständig im Nacken sitzt. Besonders hat sie es auf eine ebenso hohe wie breite Alltagsbegleiterin abgesehen, die aufgrund ihrer ausladenden Rubens-Modell-Maße keinesfalls zu übersehen ist. Zum Glück ist diese Betreuerin auch kein Kind von Traurigkeit. So ergeben sich zwischen Frau Z. und ihrer stabilen Betreuungskraft immer wieder unwiderstehlich erheiternde Momente, von denen hier augenzwinkernd berichtet werden soll.

Nach dem geselligen Abendessen in der Gemeinschaftsküche hilft die Rubensdame dem Pflegepersonal beim Ab- und Aufräumen. Als sie sich dabei zu Boden bücken muss, um eine Serviette aufzuheben, verspürt sie einen herzhaften Klaps auf ihren Po. Sie dreht sich um und blickt in das vergnügte Gesicht von Frau Z., der weit und breit einzig möglichen Tatverdächtigen. Die "Beklapste" bemüht sich um ein gespielt entrüstetes Gesicht. Doch bevor ihr diese anspruchsvolle schauspielerische Leistung gelingt, deutet Frau Z. auf einen Mitbewohner, der am anderen Ende des Raumes mit dem Rücken zum Geschehen noch bei Tisch sitzt, und ruft laut: "Der da war's!"

Wieder in der Gemeinschaftsküche, doch diesmal beim Frühstück. Frau Z. sitzt zusammen mit anderen dementen Damen am Tisch. Da sagt eine der Damen zur Plus-Size-Betreuerin: "Bekommen Sie in Ihrer Größe eigentlich ganz normale Anziehsachen?" Bevor die Befragte antworten kann, sagt Frau Z. keck: "Na das siehst Du doch! Wenn die nichts zum Anziehen hätte, dann würde sie jetzt nackich hier rumlaufen. Und dann wären wir alle blind."

Nun könnte man auf den ersten Blick glauben, Frau Z. würde die Leibesfülle ihrer Betreuerin aus reiner Antipathie ständig thematisieren. Doch das wäre völlig falsch. Als Frau Z. eines Tages Besuch von einem alten Nachbarn aus Zeiten der Häuslichkeit bekommt, ist folgender Dialog zu belauschen:

Nachbar: "Wer ist denn die Stabile da hinten?"

Frau Z.: "Das ist meine große Freundin. So eine große Freundin hatte ich noch nie. Ich hab sie sehr gern. Sie macht immer viel Spaß mit mir. Wir lachen immer zusammen."

Womit es einmal mehr bewiesen wäre: was sich liebt, das neckt sich.


Quellenangaben / Referenzen:
Blogbeitrag verfasst von: N.K.
Bildnachweis / Symbolfoto: Bitte hier klicken.
AllGo - An App For Plus Size People

Tags: #Dement Demenz

1 Kommentar

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Ich freue mich über Ihren Kommentar, Ihre Erfahrungen / Meinungen / Anregungen und einen kritischen Austausch in einem offenen und freundlichen Gesprächsklima! Bitte diskutieren Sie respektvoll, fair und sachlich.

  • Gabriele von Loebell vor 1 Monat

    Solche Situationen wie diese empfinde ich als sehr Wertvoll und klasse.So etwas mag ich,denn das Leben ist schon zuernst.Ich mag Menschen mit Humor.

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Qualifizierungen, Vorträge & Seminareratung

Qualifizierungen, Vorträge & Seminare

Demenz erscheint als eine unheimliche Erkrankung: Sowohl der motivierteste Profi als auch jeder Laie steht ihr oft hilflos gegenüber. Darum hat der Mensch mit Demenz und sein Gegenüber oft untereinander zu leiden. Als schulender Experte mache ich in Vorträgen und Seminaren mit den verwirrenden Besonderheiten der Demenz vertraut. Mein Schulungsziel: Den Menschen mit Demenz verstehen, mit ihm kommunizieren und ihn sinnvoll aktivieren. Als berufliche Qualifizierung nach §§ 43b, 45a oder 53c SGB XI (Betreuungskräfte stationär / Alltagsbegleiter ambulant, analog § 8 AnFöVO zugelassenes Qualifizierungskonzept) oder Fortbildung. Das so vermittelte Wissen ist essenziell. Denn nur, wer Demenz wirklich ursächlich begreift und damit das Verhalten der Menschen mit Demenz tatsächlich versteht, entlastet sich selbst und wahrt die Würde aller Beteiligten.

Kollegiale Beratung

Kollegiale Beratung

Alle Vertreter pflegender Berufe als auch Mitarbeitende in Arztpraxis oder Krankenhaus brauchen eine neutrale Anlaufstelle, die einen entlastenden und ideenreichen Austausch unter Kollegen bietet. Dies kann im Rahmen von regelmäßigen Teamsitzungen oder von anlassbezogenen Einzel- und Gruppengesprächen erfolgen. Auch ein berufsbegleitendes Coaching oder die vorgeschriebene Jahres-Pflicht-Fortbildung für professionelle Alltagsbegleiter und Betreuungskräfte nach §§ 43b / 45a (analog § 8 AnFöVO) / 53c SGB XI erhalten die notwendige Berufsfähigkeit. Hier stehe ich als erfahrener, kollegialer Berater und Begleiter zur Verfügung.

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Wohnkonstruktion & Realisierung

Sie wollen initiativ eine ambulante, teilstationäre oder stationäre Einrichtung für Menschen mit Demenz ins Leben rufen oder modernisieren? Dazu gibt es viele Aspekte (z.B. Architektur, Einrichtung, Infrastruktur, Brandschutzvorschriften, Finanzierungsmöglichkeiten, Personalfragen, Sozialrechtliches) zu beachten sowie eine passende Betreuungsphilosophie zu vertreten. Mit meinen Kenntnissen als Initiator, Kenner und Betreuer diverser Wohnformen kann ich Sie dabei konkret und praxisorientiert unterstützen.

neue Wohnformen

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Die vierte Heimbaugeneration (stationäre Wohngruppen als Familiensimulation), die fünfte Heimbaugeneration (Wohnen im Quartier in kleinen Häusern mit engem Stadtteilbezug), das Konzept der Pflege-/Demenz-Oasen und auch das Demenz-Dorf eröffnen moderne Wege in eine wertschätzende Pflegesituation mit Nestwärme und Geborgenheitsgefühl. Hierzu biete ich angehenden Wohngruppengründern, bestehenden ambulanten als auch stationären Einrichtungen bei anstehenden Modernisierungen, wie auch interessierten Angehörigen auf der Suche nach der optimalen Wohnmöglichkeit detaillierte und wichtige Informationen.

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