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Der dritte Tag 05.04.2011

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 Das Flüsschen welches durch den 250 000 Einwohner  zählenden Ort fliesst, ist noch zugefroren. Ab und zu sieht man noch  Menschen auf der dicken Eisplatte die 50 Meter von Ufer zu Ufer laufen.  Oder junge Männer, die ein Loch geschlagen haben und Angeln: ein  Volkssport hier. Die Spuren auf dem Eis verraten, dass hier im tiefsten  Winter ganz schon was los ist. Die Eisberge an der Strassenrändern  beginnen sehr kräftig zu tauen. Die Folge: riesige Seen auf Strasse und Fußsteig sowie Schlaglöcher die auch glatt als Metereoiteneinschlag  durchgehen könnten.

Nun denn, unser Fahrer kennt dieses  und auf abenteuerliche Art und Weise umfährt er in rasantem Tempo  Schlagloch um Schlagloch. Weder Autofahrer noch Fußgänger möchte ich in  dieser wunderschönen und quirligen Stadt sein. Die Schönheit betrachte  ich aus dem Autofenster hinaus: auf dem Weg zum Seminarraum begegnen uns  prächtig renovierte Bauwerke wie die mittelalterliche Stadtmauer oder  der Kreml mit  vergoldeter Kirchenkuppel.

Die  Teilnehmerinnen des Seminares sind immer sehr pünktlich und waren auch  heute sehr eifrig dabei. Bei der Umsetzung der Pflegetheorie hapert es  noch ein wenig, die praktischen Übungen - das Lagern im Bett oder das Fahren mit einem Rollstuhl - machen ihnen offensichtlich sehr viel  Spass. Vor Allem natürlich, wenn ich den Verwirrten spiele und mit  meiner Halbseitenlähmung nach einem nicht optimalen Handgriff einer  Teilnehmerin aus dem Bett falle.

Das Singen der von mir  schon in Deutschland geübten  russischen Volkslieder gelingt oft mit  prächtiger Stimme. Alle Menschen erscheinen mir sehr freundlich und vor  Allem: Gastfreundlich. Bisher nix mit Wodka am Morgen und Einbruch am  Abend.

Die Anleitungen über den ganzen Tag war  anstrengend. Vor allem, da im Schulungsraum nicht der Frühling, sondern  der Sommer ausgebrochen war. Ich wunderte mich schon, dass die  Teilnehmerinnen an der Eingangtüre ihre Strassenschuhe in  "Hausschluffen" umtauschten und sich unter dem Mantel nur ein T - Shirt  oder sonstige leicht bekleidete Variationen hervortaten - offensichtlich  kennen die Russinnen die russischen Sitten:

Die Regelung  der Temperatur in den Häusern und Wohnungen passiert über dass Öffnen  und das Schliessen der Fenster!!! Die Wärme wird über überirdische  Fernwärmerohrleitungen (nicht isoliert - wirklich! Ich habe sie angefasst!) auf der einen Seite in das Haus geleitet, dann durch  tonnenschwere, gußeiserne Heizkörper gepumpt und auf der anderen Seite  des Hauses wieder heraus. Keine zentrale Heizungsanlage im HAus, keine  Thermostate an den Heizkörpern.

30 Grad waren's im  Schulungsraum! Normal eben. Im tiefsten Winter: 30 Grad MINUS draussen,  30 Grad PLUS in den Häusern! Man(n) hat das Gas ja... Irgendwann im Mai,  so versicherte man mir, wird vom Heizungsversorger bei eiigermassen  stabilen Aussentemperaturen der Hahn zugedreht. Ende. Und aus....

Vor  einigen Jahren wurden in neueren Bauten Thermostate und Wärmezähler  eingebaut. Ein großer Proteststurm ging durch die Bevölkerung, man  verstand es nicht: aber: so langsam tut sich auch hier etwas.

Abends  in einem kleinen Kellerrestaurant zu Abend gegessen. Die russische  Küche ist sehr kräftig und derb. Meist ein frischer und leichter Salat,  dass Fleisch in in mehreren Schichten mit Ei, Speck und z.B. Pilzen  eingehüllt und gebacken. Ich habe die Leitung der Initiative  kennengelernt. Seit nun fast 20 Jahren kümmert sich ein vierköpfiges  Kernteam um den Aufbau der Behindertenwerkstätten hier in Pskov und nun  auch, auf Bitten der Oblastregierung (Landesregierung bei uns) um die  Qualifizierung von Pflege alter Menschen. Alle im Ruhestand (nix mit  Ruhe - topfit auf allen Ebenen - vielleicht sollte man die Rente  abschaffen, solange man noch denken und gehen kann), ein Pfarrer, ein  ehemaliger Leiter eines Krankenhauses in Deutschland, ein Architekt  (83!!!) sowie ein russisches Superorganisationstalent Namens Olga!

Alles  sehr nette Leute - wir haben uns bei meiner zweiten Reise im Mai wieder  verabredet. Jetzt erst einmal wohlverdiente Ruhe, Schlaf und als "Gute  Nacht Geschichte" in Gedanken den morgigen Tag noch einmal durchgehen.

Allen daheimgebliebenen Wünsche ich eine ebensolche, gute Gedanken und: bis morgen Abend!

Tags: #Russland #Krankenschwestern

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Leistungen

Qualifizierungen, Vorträge & Seminareratung

Qualifizierungen, Vorträge & Seminare

Demenz erscheint als eine unheimliche Erkrankung: Sowohl der motivierteste Profi als auch jeder Laie steht ihr oft hilflos gegenüber. Darum hat der Mensch mit Demenz und sein Gegenüber oft untereinander zu leiden. Als schulender Experte mache ich in Vorträgen und Seminaren mit den verwirrenden Besonderheiten der Demenz vertraut. Mein Schulungsziel: Den Menschen mit Demenz verstehen, mit ihm kommunizieren und ihn sinnvoll aktivieren. Als berufliche Qualifizierung nach §§ 43b, 45a oder 53c SGB XI (Betreuungskräfte stationär / Alltagsbegleiter ambulant, analog § 8 AnFöVO zugelassenes Qualifizierungskonzept) oder Fortbildung. Das so vermittelte Wissen ist essenziell. Denn nur, wer Demenz wirklich ursächlich begreift und damit das Verhalten der Menschen mit Demenz tatsächlich versteht, entlastet sich selbst und wahrt die Würde aller Beteiligten.

Kollegiale Beratung

Kollegiale Beratung

Alle Vertreter pflegender Berufe als auch Mitarbeitende in Arztpraxis oder Krankenhaus brauchen eine neutrale Anlaufstelle, die einen entlastenden und ideenreichen Austausch unter Kollegen bietet. Dies kann im Rahmen von regelmäßigen Teamsitzungen oder von anlassbezogenen Einzel- und Gruppengesprächen erfolgen. Auch ein berufsbegleitendes Coaching oder die vorgeschriebene Jahres-Pflicht-Fortbildung für professionelle Alltagsbegleiter und Betreuungskräfte nach §§ 43b / 45a (analog § 8 AnFöVO) / 53c SGB XI erhalten die notwendige Berufsfähigkeit. Hier stehe ich als erfahrener, kollegialer Berater und Begleiter zur Verfügung.

Wohnkonstruktion & Realisierung

Wohnkonstruktion & Realisierung

Sie wollen initiativ eine ambulante, teilstationäre oder stationäre Einrichtung für Menschen mit Demenz ins Leben rufen oder modernisieren? Dazu gibt es viele Aspekte (z.B. Architektur, Einrichtung, Infrastruktur, Brandschutzvorschriften, Finanzierungsmöglichkeiten, Personalfragen, Sozialrechtliches) zu beachten sowie eine passende Betreuungsphilosophie zu vertreten. Mit meinen Kenntnissen als Initiator, Kenner und Betreuer diverser Wohnformen kann ich Sie dabei konkret und praxisorientiert unterstützen.

neue Wohnformen

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Die vierte Heimbaugeneration (stationäre Wohngruppen als Familiensimulation), die fünfte Heimbaugeneration (Wohnen im Quartier in kleinen Häusern mit engem Stadtteilbezug), das Konzept der Pflege-/Demenz-Oasen und auch das Demenz-Dorf eröffnen moderne Wege in eine wertschätzende Pflegesituation mit Nestwärme und Geborgenheitsgefühl. Hierzu biete ich angehenden Wohngruppengründern, bestehenden ambulanten als auch stationären Einrichtungen bei anstehenden Modernisierungen, wie auch interessierten Angehörigen auf der Suche nach der optimalen Wohnmöglichkeit detaillierte und wichtige Informationen.

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Egal, ob Sie als Betreiber einer Einrichtung professionellen Informationsbedarf haben, oder als pflegender Angehöriger nach der optimalen Versorgungsmöglichkeit für einen Menschen mit Demenz suchen: Ich bin in allen Belangen rund um das Thema:DEMENZ Ihr kompetenter Ansprechpartner. Mit meinem umfangreichen Netzwerk und meinen zahlreichen Kontakten kann ich Sie bei allen auftretenden Problemen unterstützen. Wo auch immer der Schuh der Demenz Sie drückt: Bitte sprechen Sie mich an.


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Vater von „Eine Reise in die Bibliothek des Lebens“© und des "Schmetterlings-Prinzips"©. Dem Leben Leben geben. Notfalls auch mit Zucker auf dem Schnitzel.

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Krankenpfleger, Pflegesachverständiger (TÜV), Dozent und Gründer einer der ersten deutschen Demenz-WGs. National und international gefragter Demenz-Experte.

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Vertrauen braucht Sicherheit. Die biete ich Ihnen als ein Mensch, der sein Leben der wertschätzenden Begleitung von Menschen mit Demenz verschrieben hat.

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Als erfahrener Organisator und Projektleiter denke ich an Dinge, die sonst schon mal aus dem Blick gleiten können. So geht Ihnen kein Aspekt verloren.

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Jede Demenz-Situation ist so einmalig wie der Mensch mit Demenz selbst. Daher gehört Flexibilität in allen meinen Leistungsbereichen zu meinen Kernkompetenzen.

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