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Eine Vorlagenschlacht als heiterer Frühsport

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Frau P. ist eine zierliche alte Dame, die schon seit langer Zeit vollstationär als Pflegekundin ein Einzelzimmer in einem Seniorenheim bewohnt. Je tiefer sie in ihre Demenz abtaucht, desto prägnanter zeigt sich ein liebenswert heiteres und kindlich sorgloses Gemüt. Das macht Frau P. einerseits sehr angenehm im Umgang, kann aber andererseits auch sehr anstrengend sein. Besonders dann, wenn Frau P. in ihrer unbekümmerten Albernheit keine Grenzen mehr kennt.

Eines Vormittags kommt die Alltagsbegleiterin für die planmäßige 10-Minuten-Aktivierung zu Frau P. ins Zimmer. Der Anblick, der sich bietet, wäre ein Foto wert gewesen: Frau P. hat nämlich ganz offenbar das "Versteck" für ihre Vorlagen gefunden und sämtliche Vorlagen kurzerhand auf ihr Bett getragen. Dort hat sie sich ihre Beute überall am Körper verteilt. Und so sieht die verdutzte Alltagsbegleiterin eine über und über in Vorlagen gehüllte und fröhlich feixende Bewohnerin, die belustigt und vor sich hin kichernd auf ihrem Bett thront.

Allerdings hat Frau P. noch etwas "Munition" übrig. Und so bewirft sie die immer noch verblüffte Alltagsbegleiterin mit allen Vorlagen, die sie sich noch nicht über die Arme oder über den Kopf gezogen hatte. Das Echo auf diesen Angriff bleibt nicht aus, denn die attackierte Alltagsbegleiterin bewirft nun ihrerseits Frau P. mit den zweckentfremdeten Vorlagen. So entsteht im Handumdrehen eine handfeste "Vorlagenschlacht", an der beide Beteiligten ihren ebenso fröhlichen wie lautstarken Spaß haben. Irgendwann wird das schallende Gelächter, das aus Frau P's Zimmer auf den Flur dringt, so unwiderstehlich, dass ein neugieriger Pfleger dazu kommt. Den nehmen die beiden Frauen natürlich sofort ins Visier und bombardieren den jungen Mann mit den fluffigen Wurfgeschossen. Schade, dass das verwunderte Gesicht des völlig baffen Pflegers in diesem Moment nicht für die Ewigkeit festgehalten werden konnte.

Für diese spontane Vorlagenschlacht mussten viele unschuldige Vorlagen ihr Leben lassen. Oder seriöser ausgedrückt: die Vorlagen waren anschließend nicht mehr für ihren eigentlichen Zweck verwendbar. Das ist natürlich schade um ein nur begrenzt verfügbares und kostenintensives Pflegematerial. Doch wer die kindliche Freude auf dem strahlenden Gesicht der herzhaft lachenden Frau P. gesehen hat, wird sicher zustimmen, dass es das allemal wert war.

Beitragsbild von Akshar Dave, gefunden auf Unsplash.com

Link zum Bild: https://unsplash.com/photos/NEye0hR6tZs


Tags: #Vorlagen #Freude #Spaß #Seniorenheim #Alltagsbegleiterin #Pflege #Pflegematerial #Demenz #Demenzkonzepte #Vorlagenschlacht

3 Kommentare

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Ich freue mich über Ihren Kommentar, Ihre Erfahrungen / Meinungen / Anregungen und einen kritischen Austausch in einem offenen und freundlichen Gesprächsklima! Bitte diskutieren Sie respektvoll, fair und sachlich.

  • Dieses Blog ist so unglaublich tot. Oder denkt ihr in Meton-Perioden? Dann wüsste ich wenigstens, wie lange ich hier auf einen neuen Beitrag warten müsste...

    • Michael Ernst vor 2 Monaten

      Liebe Martha! Herzlichen Dank für Ihren Kommentar! Wenigstens eine(r) hats bemerkt ;-) Es war noch so einiges zu tun, damit diese neue Rubrik auf meiner HP "läuft". Mein Ziel: Start nach dem NRW Sommerferien. Hat geklappt: ab 01.09.2019 erscheint ca. einmal pro Woche ein neuer Beitrag. Dies aber nicht in allen Kategorien. Die, die alle Kategorien abonniert haben, möchten sicherlich nicht überhäuft werden ;-) Also: Vorschläge - immer her damit. Und nun viel Spaß bei den weiteren Beiträgen!

  • Bettina D-R vor 1 Woche

    Schöner Blog! Hab ich sofort abonniert. Denke da kommen noch viele Geschichten zum schmunzeln und so sollte es auch sein im Pflege - und Betreuungsalltag.

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Die vierte Heimbaugeneration (stationäre Wohngruppen als Familiensimulation), die fünfte Heimbaugeneration (Wohnen im Quartier in kleinen Häusern mit engem Stadtteilbezug), das Konzept der Pflege-/Demenz-Oasen und auch das Demenz-Dorf eröffnen moderne Wege in eine wertschätzende Pflegesituation mit Nestwärme und Geborgenheitsgefühl. Hierzu biete ich angehenden Wohngruppengründern, bestehenden ambulanten als auch stationären Einrichtungen bei anstehenden Modernisierungen, wie auch interessierten Angehörigen auf der Suche nach der optimalen Wohnmöglichkeit detaillierte und wichtige Informationen.

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