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Künstlerische Aktivität schlägt kognitives Training

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Viele Menschen kennen die erhebende Freude und die tiefe Befriedigung, die beim Erschaffen ausdrucksvoller künstlerischer Werke entstehen. Diese erbaulichen Emotionen beim Malen eines Bildes oder beim Erzählen spannender Geschichten tragen üblicher Weise ihren Lohn in sich. Doch wenn man ältere Menschen mit leichten Beeinträchtigungen der Denkleistung in diese kreative Bahn bringt, resultiert daraus zusätzlich eine klare STOP-Ansage an Morbus Alzheimer. Der chinesische Wissenschaftler Zhao und seine Mitarbeiter konnten in diesem Zusammenhang nachweisen, dass künstlerische Schaffensakte weit besser als die üblichen kognitiven Trainingsmethoden dazu geeignet sind, Denkleistung und Alltagsfunktionalität zu fördern und zu erhalten.

Für die Studie wurden 93 Patienten im Altersdurchschnitt von gut 70 Jahren zufällig auf zwei Gruppen verteilt. Die eine Gruppe erhielt das übliche Kognitionstraining, wie es auch von Betreuungsassistenten gerne durchgeführt wird. Die andere Gruppe wurde dazu motiviert, zu malen und zu zeichnen und Geschichten zu erzählen, um die bildliche Vorstellungskraft gezielt anzusprechen. Beide Programme liefen gleich lang und gleich intensiv über eine Dauer von vier Monaten ab. Um den Erfolg der Programme zu messen, wurden a) zu Beginn der Studie, b) nach vier Monaten und c) nach sechs Monaten standardisierte kognitive Testverfahren eingesetzt. Zusätzlich wurden mit verschiedenen Fragebogenverfahren (u.a. dem ADL-Fragebogen; activities of daily living) weitere, teils auch subjektive Daten erhoben. So konnten die Ausgangswerte aus a) mit den Ergebnissen aus b) sowie mit der "Nachhaltigkeitsmessung" aus c) verglichen werden.

Die Befundlage war eindeutig: die kreative Expressionstherapie zeigte deutlich höhere positive Effekte für die Denkleistung, für Gedächtnisfunktionen und Planungsdenken. Auch die per ADL gemessene Alltagsfähigkeit hatte sich bei den "künstlerischen Expressionisten" wesentlich besser als unter der normalen kognitiven Therapie entwickelt. Diese günstigen Effekte blieben auch noch zwei Monate nach dem Ende der Programme nachweisbar.

Eine mit künstlerischen Ausdrucksmitteln aktivierte Vorstellungskraft erscheint demnach als besonders wirksame (und herkömmlichen Ansätzen messbar überlegene) Methode, um leichte Beeinträchtigungen der Denkleistung nicht unliebsam schnell in Demenz übergleiten zu lassen.


Quellenangaben / Referenzen:
Blogbeitrag verfasst von: N.K.
Quelle: Zhao, J., et al (2018): Effects of creative expression therapy for older adults with mild cognitive impairment at risk of Alzheimer’s disease: a randomized controlled clinical trial. Clin Interv Aging. 2018; 13: 1313–1320. Published online 2018 Jul 24. doi: 10.2147/CIA.S161861
Link zum Artikel:
https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC6063252/
Bildnachweis / Symbolfoto:
Steve Johnson



Tags: #Demenz #Alzheimer #Kunsttherapie #Therapie bei Demenz

1 Kommentar

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Ich freue mich über Ihren Kommentar, Ihre Erfahrungen / Meinungen / Anregungen und einen kritischen Austausch in einem offenen und freundlichen Gesprächsklima! Bitte diskutieren Sie respektvoll, fair und sachlich.

  • Interessante Ergebnisse. Ich habe selbst immer ein schlechtes Gefühl dabei gehabt, Hochbetagte mit dem infantilen Ausmalen von Kinderbüchern zu "beschäftigen". Meines Erachtens muss eine Beschäftigung Erwachsener immer auch erwachsenengerecht sein. Da ist das eigenständige kreative Erschaffen von Kunstwerken ganz offensichtlich besser als intelligenzberuhigtes "Malen nach Zahlen". Möge dieses praxisrelevante Forschungsergebnis von den SDs erfolgsorientiert umgesetzt werden.

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